Die Kreuzkirche

Der Architekt Theodor Steinhauser baut die Kreuzkirche 1968: er ordnet die Gemeinde im Geist der Zeit um den Altar, nicht in steifer Hierarchie auf ihn zu; er verwendet alltägliche, einfache Stoffe wie Beton und Holzpflaster; er schottet den Gottesdienstraum gegen die dichte Nachbarschaft ab und setzt doch mit dem freistehenden Glockenturm ein deutliches Zeichen im Viertel.
Zum Konzept des Architekten gehört es, die Außenwelt mit gestalterischen Mitteln in den Gottesdienst hereinzuholen, mit den Lampen, die Straßenlaternen ähneln, und der Backsteinwand, die ebenso gut eine Außenwand sein könnte. 
Altar, Kanzel und Taufstein, alle aus Sichtbeton, sind Arbeiten von Karl Heinz Hoffmann, die Taufschale und das Silberkreuz von Hermann Jünger. Die Taufschale wurde von der katholischen Nachbargemeinde St. Sebastian gestiftet, das Silberkreuz mit den Bergkristallkuben von der Familie Lempp. Nach Albert Lempp (1884-1943) benannte die Kreuzkirchengemeinde 2009 ihren Gemeindesaal.
Ein Kontrast zur Strenge der Architektur ist die farbige Orgel, gebaut von der Firma Sandtner und eingeweiht 1985. Die geschnitzten Schleierbretter von Hans Malzer zeigen Tiere, Pflanzen, Menschen: ein „Lob der Schöpfung“. Die lateinische Aufschrift zitiert Martin Luther: „Gott hat das Evangelium auch durch die Musik gepredigt“.