Eine Studie der EKD hatte zuvor das jahrzehntelange Versagen der evangelischen Kirche und der Diakonie offengelegt: Betroffene wurden nicht gehört, Taten nicht aufgearbeitet, Täter geschützt und Verantwortung nicht übernommen.

„Diese bittere Einsicht nimmt uns in die Pflicht – auch als Kirchengemeinde“, sagt Pfarrerin Elke Schwab. „Wo Menschen einander vertrauen, braucht es besondere Achtsamkeit: Nähe braucht Schutz. Wegschauen hilft niemandem.“
Das Schutzkonzept erfüllt die Vorgaben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und setzt ein klares Zeichen für Verantwortung und Fürsorge. Es umfasst ein Leitbild, verbindliche Verhaltensregeln für Haupt- und Ehrenamtliche – auch im digitalen Raum und im Umgang mit Fotos –, sowie Standards für Schulungen und ein strukturiertes Verfahren bei Verdachtsfällen. Zudem werden Beratungsstellen und Ansprechpersonen benannt.
Das Konzept ist als fortlaufender Prozess angelegt und wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Pfarrerin Elke Schwab betont: „Ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt ist mehr als ein Regelwerk. Es steht für einen Kulturwandel: hinsehen, hinhören und Verantwortung übernehmen. Wir wollen eine Kultur stärken, in der jede*r sicher sein kann und in der Respekt, Grenzachtung und Vertrauen selbstverständlich sind.“
Wir haben die wesentlichen Elemente des Schutzkonzepts auf unserer Homepage veröffentlicht.
Das vollständige Schutzkonzept kann auf Wunsch im Pfarramt eingesehen werden.