Weglassen und Loslassen - Abschied von Pfarrer Wilde

Liebe Gemeinde,

in den zurückliegenden Wochen haben wir gelernt, was man alles weglassen kann, weglassen muss! Die Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften haben uns Verzicht gelehrt, teilweise auf sehr schmerzhafte Weise. Auf der anderen Seite ist uns dabei aber auch bewusst geworden, was für uns unverzichtbar ist, was unbedingt bleiben muss…

Was man alles loslassen, zurücklassen muss, werde ich nun ganz persönlich lernen müssen. Ende Juli werde ich die Kreuzkirche nach 5 ½ Jahren verlassen und als Dekan nach Passau wechseln. Die Fertigstellung unseres Bauprojekts Friedrich-Loy-Straße 12/14 war eine Zäsur, die mich veranlasst hat, noch einmal eine neue berufliche Herausforderung zu wagen.

Was ich zurücklassen muss… Ein tolles Team, einen motivierten Kirchenvorstand, ein lebendiges Gemeindeleben; abgeschlossene, begonnene und kommende Baustellen, wunderbare Gottesdienste und Veranstaltungen, wertvolle Begegnungen und bleibende Erinnerungen… Was auf mich zukommt, steht im Augenblick noch auf dem Papier. Aber ich bin guter Dinge und gespannt auf neue Begegnungen und Aufgaben.

So schmerzhaft eine solche Veränderung auch ist (sowohl für die Gemeinde, als auch für mich!) – ich bin der festen Überzeugung und es ist meine eigene Erfahrung, dass ein solcher Wechsel immer auch neue Kräfte freisetzt, frische Impulse geben kann. Das wünsche ich nicht zuletzt auch der Kreuzkirche!

Ich danke Ihnen von Herzen für alles Vertrauen, alles Verständnis und Wohlwollen! Ich bitte um Nachsicht, wo ich Erwartungen enttäuscht habe – um Vergebung, wo ich jemandem ungerecht oder unfair begegnet bin.

Am 5. Juli werde ich noch einmal Gottesdienst in der Kreuzkirche feiern.

Am 19. Juli wird mein Abschiedsgottesdienst sein, der (leider) unter Corona-Bedingungen stattfinden wird.

Bleiben Sie gesund und behütet!

Ihr Pfr. Jochen Wilde

Der Text Was man alles weglassen kann stammt von der Website: https://www.publik-forum.de/die-liebe-in-zeiten-von-corona