Lesungen + Vorträge


MYSTIK UND SPIRITUALITÄT IM ALTEN TESTAMENT

Ein häufig zitiertes Diktum zur Zukunft des Christentums stammt von dem
bedeutenden katholischen Theologen Karl Rahner aus der Mitte des 20.
Jahrhunderts: „Der Fromme der Zukunft wird ein ´Mystiker` sein, einer, der
etwas ´erfahren` hat, oder er wird nichtmehr sein.“ Tatsächlich liegen Mystik
und Spiritualität gegenwärtig im Trend. Dabei kann die/der „Fromme“ des
21. Jahrhunderts in einen breiten Traditionsstrom eintauchen, der nicht nur
die Vielfalt der christlichen Konfessionen umfasst, sondern auch seit Jahrhunderten
religionsübergreifend gespeist und seit jeher als befruchtend empfunden
wird. Wir wollen auf diesem Hintergrund klären, welchen Beitrag
die alttestamentlichen Traditionen zur Ausbildung dieser Frömmigkeitsform
geleistet haben. In Gespräch und Diskussion soll dann aber auch die Frage
nicht ausgeklammmert werden, welchen zukunftserschließenden und zukunftsgestaltenden
Beitrag wir ihnen noch zutrauen.


5. Februar 2020:

„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (Gen 32,27)
Jakob zwischen Himmelsleiter und Jabbokskampf.

12. Februar 2020:

„Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth“ (Jes 6,3)
Jesajas ursprüngliche Einsicht.

19. Februar 2020:

„Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde“
(Psalm 73, 25) Die Ungerechtigkeit der Welt und die Ahnung eines Lebens
höherer Ordnung.


Jeweils um 18.30 Uhr im Kleinen Gemeindesaal der Kreuzkirche.
Prof. Dr. Martin Arneth, Evang.-Theol. Fakultät der LMU in Kooperation mit Evang.
Studentengemeinde (ESG) und dem Evang. Bildungungswerk (ebw)
(Kontakt: Dr. H.-H. Landfermann ,KV-Keuzkirche: h.-h.landfermann@t-online.de)